TomTom Rider 400: Das Navi fürs Motorrad im Test

Klar, auch Motorradfahrer wollen wissen, wo es langgeht. Deshalb haben zwei unserer Leser das TomTom Rider 400 für uns getestet – hier erfahrt Ihr, wie das Motorrad-Navigationsgerät bei ihnen abschneiden. 

Da war es also, mein erstes Navi und dann auch noch für das Motorrad.

Was sofort auffällt, Optik und Haptik machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Alle Anschlüsse sind durch Gummi-Abdeckungen absolut wasserfest.

Allerhand Schrauben sind natürlich auch mit dabei zur ordentlichen Befestigung am jedem Lenker mittels RAM Mount. Eine Anleitung zur Montage ist nicht nötig gewesen, dies lässt sich in 5 Minuten intuitiv erledigen. 

Der erste Start

Ich empfehle, das Navi nach dem ersten Start mittels Mini-USB-Kabel an den PC zu koppeln, um die Software zu aktualisieren. Nach einer unkomplizierten Registrierung auf „Mydrive Connect" hat man außerdem die Möglichkeit, weitere Features wie Blitzer und Karten von allen europäischen Ländern kostenlos herunterzuladen.

Anschließend habe ich mich mit dem Menü vertraut gemacht. Dies auch wieder rein intuitiv. Schön ist: Es gibt kein Hakeln oder Verzögerungen beim Wischen. Der interne Prozessor ist also schnell genug. 

Streckenplanung leicht gemacht

Gut gelungen ist auch die Suche nach Navigationszielen. Hier muss man sich nicht an bestimmte Eingabevorschriften halten, sondern gibt einfach hintereinander den Ort und die Straße oder den Namen des Sonderziels ein.

Mein Highlight hier: Habe ich während einer Tour eine noch unentdeckte tolle Kurvenpassage oder ähnliches gefunden, kann ich einfach einen Wegpunkt für spätere Touren auf dem TomTom Rider hinzufügen – die Punkte bleiben nämlich gespeichert.

Der Spaß kommt nun durch die Funktion „spannende Route planen". Hier plant man entweder eine Route mit Wegpunkten als Rundkurs oder zu einem bestimmten Ziel.
Zum Individualisieren gibt es jetzt noch die Option "Höhenprofil" (keine bis sehr bergig) und "Kurvenvariation".

Hier empfiehlt sich ein Herumspielen vor dem Start der Route, da diese sich durchaus stark ändert. Selbst habe ich dies im Weserbergland und im Harz festgestellt. Momentan fahre ich in einer der beiden kurvigsten Einstellung und im mittleren Grad beim Höhenunterschied.

Einwandfreie Bedienung

Während der Fahrt sind die Anzeigen stets gut lesbar, selbst bei starker Sonneneinstrahlug hatte ich keine Probleme. Die Ansicht lässt sich auf der linken Seite des Displays über den Pfeil von 3D auf 2D verstellen. Die Ortung ist fehlerlos, die Bedienung mit einem Lederhandschuh problemlos. Sehr schön ist die Anzeige von Tankstellen und – sofern eingestellt – Blitzern entlang der Route.
Außerdem kann man das TomTom Rider um 90 Grad drehen. 

 Generell hat sich TomTom mit dem RAM Mount einen guten Partner gesucht. Die Halterung bietet sehr gute Verstellmöglichkeiten, so dass das Navigationssystem an jeden Lenker passen sollte, ohne etwas Wichtiges zu verdecken. Und während der Fahrt, egal ob auf Pflasterstein oder bei hohem Tempo auf der Autobahn, wackelt nichts. Gut gelöst ist auch die Stromversorgung, die ich direkt an die Batterie angeklemmt habe. Beim Abziehen des Navis von der Halterung kann das Kabel angeschlossen bleiben, da die Stromversorgung des Gerätes über zwei Kontakte an der Halterung erfolgt.

Als letzter Punkt noch die Funktion, das Navi mit dem Smartphone zu verbinden. Dies geschieht über Bluetooth. Wichtig: Im Navi müssen die Login-Daten für MyDrive eingegeben sein und auf dem Smartphone die Verbindung für das Navi freigegeben werden!
Ist dies geschafft, kann man sich über hochaktuelle Verkehrsinformationen und Blitzer-Warnungen freuen.

Abschließend bleibt nur zu sagen: Ich habe mit dem TomTom Rider 400 einen neuen stetigen Begleiter bei meinen Touren gefunden!


Test von Erika 

Mein Name ist Erika und ich habe mich im Expert.blog als Produkttesterin beworben und gewonnen. Danke nochmals dafür. Ich fahre eine VFR 1200 Crosstourer und bin bislang immer nur mit meinem Handy-Navi gefahren. Auf die Dauer für mich nicht das Wahre, aber nun zum Test des TomTom Rider 400.

Als ich die Verpackung aufgemacht habe, war ich doch sehr überrascht über die gute Qualität des TomTom Rider. Es fühlt sich sehr stabil und solide an. Die dazugehörige Halterung konnte ich ohne Probleme an meinen Lenker montieren und dank der Kugelkopftechnologie lässt sich die Position des Navigationsgeräts problemlos einstellen.

Super finde ich auch, dass man das TomTom sowohl im Querformat, als auch im Hochformat nutzen kann. Es dauert aber einige Zeit, bis sich das Navi daran gewöhnt hat. Stellt man das TomTom an, so dauert es meiner Meinung nach recht lang, bis es startklar ist.

Das Display ist gut lesbar und auch bei Sonneneinstrahlung hatte ich keine Probleme. 

Das Gerät soll wasserfest sein und was soll ich sagen – es stimmt. Die Akku-Leistung beträgt ca. 6 Stunden und hält, was sie verspricht. Das TomTom Rider 400 verfügt über Kartenmaterial aus 45 europäischen Ländern. Dies konnte ich in der Kürze der Zeit jedoch natürlich noch nicht testen. Das Touchscreen ist gut zu bedienen, man kann sowohl zoomen als auch wischen. Leider ist das Bedienen des Tastenfeldes mit Motorradhandschuhen recht
mühsam. 

Ab geht's auf die Strecke

Bei dem Test hab ich das TomTom mit meinem Headset verbunden und mit meinem iPhone gekoppelt. Zwei Stimmen stehen zur Auswahl; ich habe mich für "Yannick" entschieden. Seine Anweisungen sind gut zu verstehen, auch bei höheren
Geschwindigkeiten. Auch die Radarwarnungen und Echtzeitverkehrsinformationen haben mir schon gute Dienste geleistet. Die hierzu notwendige Anmeldung erfolgt über den Menüpunkt "TomTom Dienste" und verlief problemlos. Ebenfalls ist es möglich, während der Fahrt via Bluetooth Telefonanrufe entgegen zu nehmen. 

Eine besondere Funktion des TomTom Rider 400 ist „spannende Tour planen". Hierzu kann man vom aktuellen Ausgangspunkt einen Zielort allein durch das Antippen auf der Karte festlegen. Auch Zwischenstopps können noch hinzugefügt werden. Was mir hierbei besonders gefallen hat, sind die zwei Optionen „kurvenreiche" und „bergige" Strecken.
Hier gibt es jeweils drei Auswahlkriterien. Bis auf ein Mal, wo ich auf einem Feldweg gelandet bin, haben die „spannenden Touren" wirklich Spaß gemacht und ich habe viele neue Strecken kennengelernt. Unter dem Menüpunkt „Routenplanung" können
verschiedene Optionen eingestellt werden wie z.B. "Autobahn vermeiden" oder "Kurvenreiche Strecke". Was es mit der Fußgänger- und Fahrradroute auf sich hat, hat sich mir noch nicht wirklich erschlossen. 

Einfach vom TomTom überraschen lassen

Durch die Funktion „Aufnahme starten" können die gefahrenen Touren abgespeichert und bei Bedarf wieder aufgerufen werden. Im Menüpunkt „Fahrstatistiken" werden alle relevanten Daten wie z.B. zurückgelegte Strecke, Durchschnittsgeschwindigkeit und
Fahrzeit festgehalten.
Die Tourenplanung beim TomTom Rider 400 fand ich unkompliziert und schnell. Ich bin eher der Typ, der direkt am Navi seine Route plant. Die Routendarstellung beschränkt sich auf das Wesentliche und bietet eine gute Übersicht. Am rechten Rand werden Tank- und Parkmöglichkeiten angezeigt und das TomTom verfügt über eine Vielzahl von Points of Interest (POI). Zwischendurch mal eine spontane Zieländerung oder eine langweilige Strecke aufpeppen, ist kein Problem. Es macht Spaß, sich einfach vom TomTom leiten und überraschen zu lassen.

Mein Fazit

Das TomTom Rider 400 ist ein solides Navi, das zwar einige Schwachpunkte aufzeigt, bei dem aber die Vorteile aus meiner Sicht deutlich überwiegen. Die Kombination von kurvenreichen und bergigen Strecken macht richtig Laune und die einfache Handhabung trägt ebenso dazu bei. Eine Rundfahrt zu planen geht Ruck Zuck und im Hochformat kann noch mehr von der Strecke angezeigt werden. Ich würde mir für die Zukunft wünschen, dass man die Tastatur vergrößert, damit sie auch mit Motorradhandschuhen besser bedient werden kann.
Die Produkttestung hat mir viel Spaß gemacht und Danke an das Expert-Team!