Foto: Universal Music

Hey!

Subway to Sally

Studioalbum Nummer 13 steht in den Startlöchern. Und wer Subway To Sally kennt, der weiß, das zu den griffigen Texten eben solch griffige Musik gehört. Gut ausbalanciert aber dennoch extrem abwechslungsreich. Texte und Musik harmonieren hier gewohnt gekonnt. Die Multi-Instrumenter aus Potsdam verstehen es, Musik zu schreiben. Metal, Rock, Folk, die Einflüsse sind groß und machen Spaß – nicht nur, wenn man grundsätzlich härteren Klängen zugewandt ist. Es ist zu vermuten, dass das neue Album „Hey" zumindest die Top 10 der Album Charts erreicht. Verdient hätte es die Band, auch wenn der Erfolg nicht von ungefähr kommt, denn die vergangenen Alben konnten allesamt gute Chart-Platzierungen erreichen.

Für Subway to Sally ist es Zeit für etwas Neues und da kommt das aktuelle Album gerade richtig: Zum einen markiert die Rückkehr der Band nach geschlagenen fünf Jahren den Anbruch einer neuen Schaffensphase. Zum anderen spiegeln die Songs den Zustand unserer ins Wanken geratenen Welt zwischen Konsumterror („Messias") und Fanatismus, Wachstumsprognosen und Untergangsszenarien („Bis die Welt auseinanderbricht") so bissig und direkt wieder, wie es seit „Engelskrieger" nicht mehr der Fall war - allerdings mit verändertem Fokus. War der Meilenstein aus dem Jahre 2003 eine düstere Abrechnung mit Missständen und ein Versuch, sich in Grenzsituationen hineinzuversetzen, so ist „HEY!" ein Weckruf an alle verschlafenen Zeitgenossen, endlich aktiv zu werden, aber auch eine Aufforderung zum Tanz: Subway To Sally feiern das Leben – im Angesicht der Apokalypse.


Tracklist

  1. Island
  2. Imperator Rex Graecorum
  3. Königin der Käfer
  4. Messias
  5. Die Engel steigen auf
  6. Anna's Theme
  7. Am tiefen See
  8. Selbstbetrug
  9. Bis die Welt auseinanderbricht
  10. Alles was das Herz will
  11. Aufgewacht
  12. Ausgeträumt

Schonmal reinhören!

Es gibt Bands, die haben einfach aus was zu sagen. Zu diesen gehören Subway To Sally. Ihre Texte bieten regelmäßig reichlich Diskussionsstoff – und das ist auch gut so.