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Tom Clancy's The Division 2

Durch einen Anschlag mit Pockenviren wurde die gesamte USA ins Chaos gestürzt – die ersten Auswirkungen ließen sich in "The Division" miterleben. Der Nachfolger des Online-Action-Rollenspiels verlegt den Schauplatz vom verschneiten Manhattan nach Washington D.C., das größtenteils 1:1 nachgebaut wurde. Die dadurch wesentlich größere landschaftliche Vielfalt ist aber längst nicht der einzige Aspekt, der in "The Division 2" herausragt.

Die Hauptstadt der USA wurde sieben Monate nach der eigentlichen Katastrophe zur Heimat von verschiedenen feindlich gesinnten Fraktionen. Eine der letzten Hoffnungen für die Stadt sind deshalb von den Spielern verkörperte Agenten, die mit anfangs recht begrenzten Ressourcen in den Kampf ziehen.


Dabei spielt sich der Titel grundsätzlich wie ein Shooter: Mit den verschiedensten Feuerwaffen muss man sich hier möglichst im Team von Deckung zu Deckung vorarbeiten, um das jeweilige Missionsziel trotz Gegnermassen zu erreichen. Je nach Qualität der Ausrüstung fällt dies leichter oder schwerer, ebenso ist die eigene Positionierung enorm wichtig. Wer zu lange an einer Stelle verharrt, wird schnell flankiert und ist dann häufig auf die Unterstützung durch Kameraden angewiesen. Jeder Charakter kann zusätzlich spezielle Fähigkeiten lernen, mit denen beispielsweise Drohnen gerufen, Geschütztürme aufgestellt oder Schilder errichtet werden können.

Kostenlose Episoden

"The Division 2" wird im ersten Jahr nach Release um drei große Episoden erweitert. 

"Episode 1 - D.C. Outskirts: Expeditions" führt im Sommer in die Umgebung rund um Washington, D.C., wo sich einige Eliten der Outcasts und der Black Tusks herumtreiben. Passend dazu gibt es zwei neue Hauptmissionen. Zusätzlich wartet der Spielmodus Lost Convoy. 

In Episode 2 (Herbst) geht es ins Pentagon, das ein ganz eigenes Geheimnis hütet. Zur dritten Episode (Winter) ist nur bekannt, dass sie den Weg zu noch aufregenderen Inhalten ebnen soll. Jede Episode bringt zusätzlich eine neue Spezialisierung für den eigenen Charakter mit.

Besitzer eines Year 1-Passes können die Inhalte sieben Tage früher genießen, sie stehen danach aber auch allen anderen gratis zur Verfügung.

Die wichtigsten Fraktionen

Zivilisten

Wer viele Feinde hat, braucht auch Freunde. Die Überlebenden der Zivilbevölkerung haben sich größtenteils in sichere Siedlungen zurückgezogen, die auch den Agenten eine Pause zwischen den Kämpfen gönnen. Doch einige Bürger liegen nicht auf der faulen Haut und sind zusätzlich im Außeneinsatz aktiv, um Nachschubrouten zu sichern sowie Ressourcen zu sammeln. Zudem wurde sogar eine eigene Bürgerwehr gegründet.

Outcasts

Bei den Outcasts handelt es sich um Menschen, die einfach in den Quarantänezonen zurückgelassen wurden und sich deshalb ungerecht behandelt fühlen. Alle anderen sollen deshalb möglichst sterben – ob durch die weitere Verbreitung der Krankheit oder durch andere Mittel, ist ihnen dabei relativ egal. Sie setzen unter anderem auf Sprengstoffe, Flammenwerfer und Molotowcocktails.

Hyenas

Die Hyenas sind eine Bande vergleichsweise unorganisierter Räuber, die immer auf der Suche nach wertvollen Ressourcen sind und dabei vor nichts zurückschrecken. Sie werden von einem Rat der stärksten Rudelführer geleitet. Man sollte sie nicht unterschätzen, da sie beispielsweise ferngesteuerte Autos mit Sprengsätzen, Geschütze und Tränengas nutzen, um sich einen Vorteil im Kampf zu verschaffen.

True Sons

Rund um Colonel Ridgeway haben sich zahlreiche Ex-Soldaten geschart, die glauben, dass sich nur durch Blutvergießen eine neue Gesellschaft aufbauen lässt. Die paramilitärischen True Sons sind hervorragend organisiert und bestens ausgerüstet. Um sie zu bekämpfen, sollten Spieler deshalb bereits über genügend Erfahrung und sehr gute Ausrüstungsgegenstände verfügen.

Black Tusks

Bei den Black Tusks handelt es sich um die Spezialeinheit eines privaten Militärunternehmens, das für die Erreichung seiner noch unbekannten Ziele keine Kosten und Mühen scheut. So stehen Spieler hier Kämpfern gegenüber, die mit der neuesten Technik ausgerüstet sind. Allerdings sind die Black Tusks kein Teil der eigentlichen Kampagne, sondern werden vor allem im sehr umfangreichen Endgame zur Bedrohung.

Die Ausrüstung

"The Division 2" spielt auf unserer Erde, weshalb die Auswahl an Waffen wieder eher klassisch ausfällt – auch wenn die begehrtesten Stücke durchaus ein einzigartiges Design haben. Für höheren Realismus wurde eine Rückstoßmechanik eingeführt und die Soundkulisse komplett überarbeitet. Geschossen werden darf unter anderem mit Schrotflinten, Pistolen, Präzisionsgewehren und Sturmgewehren. Je nach bei Erreichen des Maximallevels gewählter Spezialisierung kommt zudem noch eine spezielle individuelle Waffe hinzu.

Am Körper selbst befinden sich sechs verschiedene Ausrüstungsgegenstände: Westen, Masken, Handschuhe, Knieschoner, Holster und Rucksäcke erhöhen die Verteidigung und/oder verbessern bestimmte Werte. Wie beim Vorgänger gibt es für sämtliches Equipment verschiedene Seltenheitsstufen, die sich bei der Effektivität deutlich bemerkbar machen. Neben Gear- lassen sich erstmals spezielle Marken-Sets sammeln, deren Boni jeweils eine bestimmte Spielweise gezielt fördern.

Waffen können zusätzlich wieder modifiziert werden – die dafür notwendigen Teile müssen aber diesmal nicht gesammelt, sondern lediglich einmalig freigeschaltet werden. Mods sind dabei kein Allheilmittel, da sie zwar bestimmte Aspekte verstärken, gleichzeitig aber auch gewisse Nachteile mit sich bringen. Andere Ausrüstungsteile verfügen über maximal drei Mod-Slots, in die sich Verbesserungen integrieren lassen.

Einen deutlich höheren Stellenwert erhält das Crafting, da beispielsweise gefundene Blaupausen für Gegenstände über die ganze Spielzeit hinweg relevant werden. Wer gesuchte Ausrüstungsteile partout nicht auftreiben kann, darf diese bequem herstellen – benötigt aber natürlich zahlreiche Materialien, die entweder während der Einsätze direkt gefunden oder aus zerlegten Waffen und Items gewonnen werden.

Die Welt 

Die Verlagerung des Schauplatzes von Manhattan nach Washington, D.C. garantiert eine deutlich größere Vielfalt bei der Umgebung. So gibt es zwar noch immer Kämpfe in Häuserschluchten, aber beispielsweise auch in der Natur von Roosevelt Island. 

Der spielbare Bereich der Hauptstadt der USA wurde 1:1 nachgebaut und verfügt über bekannte Sehenswürdigkeiten wie das Weiße Haus, das Lincoln Memorial oder das Washington Monument – die allerdings bereits von den Kämpfen und Vernachlässigung gezeichnet sind. Die Rückeroberung des Kapitols steht sogar in der Kampagne im Mittelpunkt. 

Die zum Start erkundbare Gegend ist rund 20 Prozent größer als im Vorgänger, wenn man auch Untergrundpassagen und ähnliches mitzählt. 

Dark Zones

Die Dark Zone aus "The Division" ist zurück – und hat sich gleich einmal verdreifacht. In diesen speziellen Gebieten wird zusätzlich der Kampf gegen andere Spieler erlaubt. Dabei geht es diesmal fairer zu, da alle dort (meist) mit einem annähernd gleichem Ausrüstungsniveau antreten und beim ersten Betreten im Rahmen einer Intro-Mission ohne Störungen an die Besonderheiten herangeführt werden. Wer sich freier austoben möchte, muss ein wenig aufpassen: In einer zufälligen Rotation sind in jeweils einer der drei Dark Zones viele der Sicherheitsmaßnahmen abgeschaltet.

Feindlich gesinnte Spieler werden nun je nach der Schwere ihrer Missetaten in drei Stufen eingeteilt: Diebe, einfache Spielerkiller und Massenmörder haben es deshalb unterschiedlich leicht, Vergeltungsmaßnahmen zu entkommen. Wer wahllos Leute umbringt, kann sich so zwar schnell viel Beute sichern, wird aber auch fett auf der Karte markiert – und ist somit ein leichtes Ziel.

Der Besuch der Dark Zones lohnt sich durchaus, da dort zum einen wirklich fette Beute zu holen ist und zum anderen spezielle Fähigkeiten freigeschaltet werden können.

Der PVP-Modus

Auch wenn der Fokus von "The Division 2" auf gemeinsamen Einsätzen gegen computergesteuerte Kontrahenten liegt, wird diesmal gleich von Beginn an auch der Kampf Spieler gegen Spieler nicht vernachlässigt. Neben den drei Dark Zones (siehe "Die Welt") gibt es dafür den Konflikt-Modus.

In diesem kämpfen vier Spieler auf jeder Seite, um entweder bestimmte Gebiete einzunehmen und zu halten oder die Kontrahenten so oft zu eliminieren, dass sie nicht wieder aufs Schlachtfeld zurückkehren können. Dabei werden speziell angepasste Karten verwendet (zum Stück sind drei Stück verfügbar), die zwar an die echten Umgebungen von Washington, D.C. angelehnt sind, diesen aber nicht wirklich entsprechen.

Zudem passen die Entwickler die Werte der Ausrüstung etwas an und berücksichtigen Level und Fähigkeiten der Spieler, um faire Matches zu ermöglichen. Nach jeder Partie wird man im PvP mit Ausrüstungsgegenständen und weiteren Boni belohnt und kann sich so auch dort immer weiter verbessern.

Das Endgame 

Im Unterschied zum Erstling wurde "The Division 2" mit einer klaren Prämisse entwickelt: Das komplette Spiel ist um das Endgame herum gestrickt – das heißt, nach dem Absolvieren der Storykampagne geht es erst richtig los.

Sobald man Level 30 erreicht und eine bestimmte gut befestigte Region stürmt, verändert sich die komplette Karte, da die Spezialeinheiten der Black Tusk das Kommando übernehmen und andere Fraktionen aus ihren angestammten Gebieten vertreiben – die im Gegenzug die von den Spielern kontrollierten Punkte besetzen möchten. Um gegen die neue Bedrohung bestehen zu können, lässt sich der eigene Charakter nun spezialisieren, zudem kommt gelegentlich eine exklusive Händlerin vorbei.

Neue normale und tägliche Missionen sowie das sich ständig verändernde Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Seiten sorgen im Endgame ebenso für Spannung wie drei Stützpunkte, die nur mit sehr guter Ausrüstung angegangen werden können. Wer einen schafft, wird in ein höheres Weltlevel versetzt, das nicht nur härtere Gegner, sondern auch bessere Gegenstände verspricht. 

Ab Weltlevel 4 darf man unter anderem zusätzlich auf Kopfgeldjagd gehen. Kurz nach Release soll man zudem in einer speziellen Mission Weltlevel 5 erreichen können. Was dort genau passiert, bleibt aber noch ein Geheimnis der Entwickler.

Zudem gibt es bald schwierige Raids, bei denen man sich mit bis zu sieben anderen Spielern zusammentun kann bzw. muss.


Raids

Zu den Raids selber ist immer noch recht wenig bekannt – außer dass man viel Zeit für sie einplanen sollte und eine gute Teamkoordination gefragt ist. Hier müssen nicht nur zahlreiche Feinde geplättet, sondern auch einige Puzzles gelöst werden, um sich einen Weg zu den Bossen zu ebnen. Den ersten Raid, der von den gleichen Leuten entworfen wurde, die bereits das "The Division"-Juwel „Lost Signal" gestalteten, soll man schon kurz nach dem Launch angehen können.