"Detroit: Become Human" beschäftigt sich mit den Rechten von Androiden.

Quantic Dream entwickelt nicht mehr Sony-exklusiv

Das französische Unternehmen Quantic Dream prägte mit Spielen wie "Heavy Rain", "Beyond: Two Souls" und "Detroit: Become Human" ein eigenes Untergenre, bei dem interaktiver Film auf Action-Adventure trifft. Die genannten Titel wurden dabei exklusiv für Sonys Playstation-Konsolen produziert. Künftig will sich der Entwickler aber auf mehr als eine Plattform konzentrieren.

Das dafür nötige Kapital kommt folgerichtig nicht mehr von Sony, sondern von der chinesischen Firma NetEase Games, die eine Minderheitsbeteiligung an Quantic Dream erworben hat. Wie Firmengründer David Cage gegenüber Venturebeat ausführte, soll das erhaltene Geld in zukünftige Technologien und Spiele investiert werden, um für die nächste Generation der Spieleplattformen bestens gerüstet zu sein. Dabei sind weitere Titel wie die oben genannten geplant, zudem möchte man aber auch neue Wege gehen.

NetEase Games ist derzeit häufiger in den Schlagzeilen, da das Unternehmen verstärkt in den westlichen Spielemarkt investiert. So erhielt "Destiny"-Entwickler Bungie im Sommer vergangenen Jahres beispielsweise 100 Millionen Dollar für die Schaffung einer neuen Spielemarke. Zudem ist NetEase Games auch an der nicht ganz unumstrittenen Mobile-Version des Action-Rollenspiels "Diablo" beteiligt.

Quantic Dream selbst hat bereits ein wenig Erfahrung mit Multiplattform-Entwicklung. Sein Erstling "The Nomad Soul" erschien 1999/2000 für PC und Segas etwas glücklose Dreamcast-Konsole, das bekanntere "Fahrenheit" wurde 2005 ursprünglich für Playstation 2, Xbox und PC veröffentlicht. Inzwischen ist es in einer Remastered-Fassung zusätzlich für die Playstation 4 sowie Android- und iOS-Geräte verfügbar.