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Anno 1800

Nach zwei Ausflügen in die ferne Zukunft segelt die "Anno"-Reihe zurück in die Vergangenheit. Diesmal errichtet man seine Stadt deshalb zu Beginn der Industrialisierung und bringt sie nach und nach immer näher an die Moderne. Um hierbei erfolgreich zu sein, müssen aber immer die vorhandenen Ressourcen, der Bildungsgrad und die Zufriedenheit der Bevölkerung sowie die Nachbarn im Auge behalten werden.

Nur mit genug Nahrung florieren die Siedlungen.

Der aus anderen "Anno" gewohnte Wirtschaftskreislauf ist auch hier wieder vorhanden: Dies reicht von simplen Zusammenhängen wie "Wer Brot backen möchte, braucht Getreide" bis zu Waren, für deren Produktion die verschiedensten Minen, Handwerker und Fabriken zusammenarbeiten müssen. Bei der Herstellung helfen möglichst kurze Transportwege, gepflasterte Straßen und die Eisenbahn erhöhen dabei später das Tempo enorm. Was gebaut werden kann, hängt vom technologischen Fortschritt der eigenen Nation und somit vom Erreichen bestimmter Ziele ab.

Bis zu einer solchen Stadt ist es ein weiter Weg.

Die notwendigen Arbeitskräfte gewinnen Spieler durch das Errichten und das Verbessern von Wohnhäusern – je nach gebotener Lebensqualität siedeln sich dort nämlich Menschen unterschiedlicher Qualifikation an. Dies ist wichtig, da zwar anfangs einfache Arbeiter noch die meisten Tätigkeiten verrichten, bald aber verstärkt Spezialisten gefragt sind. Um die Bevölkerung glücklich zu stimmen, muss man sich nicht nur um die Versorgung kümmern, sondern zusätzlich auf die Arbeitsbedingungen achten, für Freizeitbeschäftigungen sorgen und sich um Sicherheit bemühen. Ansonsten drohen Streiks und Unruhen.

Ein Zoo lässt Bürger viele Sorgen vergessen.

Wie einfach der Aufbau wird, hängt in der Kampagne und im Freien Spiel vom gewählten Schwierigkeitsgrad und den gesetzten Zielen ab. Spieler sollten zudem die externen Faktoren im Auge behalten: Gegnerische Parteien versuchen weitere Inseln auf der Karte zu besetzen und stehen so mit der eigenen Nation permanent im Wettbewerb. Sie dienen zusätzlich als Handelspartner, können durch Diplomatie zu Freunden werden und stürzen sich gelegentlich auch in Kriege, in denen die militärische Stärke über Sieg oder Niederlage entscheidet. 

Manchmal hilft nur noch ein Schlachtschiff.

​Teilweise müssen sich ausgesandte Flotten zudem mit Piraten auseinandersetzen, besonders bei Fahrten in die Neue Welt. Auf dieser weiteren Karte, die mit speziellen Ressourcen wie Zuckerrohr lockt, lassen sich Kolonien errichten und verwalten, die der eigenen Nation zusätzlichen Wohlstand bescheren. Die Ausbauoptionen sind dort zwar etwas geringer als im Heimatland, aber ebenfalls im Überfluss vorhanden.

Ein Hafen in der Neuen Welt

Wer nicht gerne alleine unterwegs ist, erhält im Mehrspielermodus Gesellschaft in Form von bis zu drei weiteren Spielern. Dabei kann grundsätzlich jeder mit jedem konkurrieren, es lassen sich aber auch problemlos Allianzen schmieden. Im Vergleich zum Einzelspielermodus muss man aus nahe liegenden Gründen lediglich auf das dort mögliche Beschleunigen der Zeit verzichten.

Diese Schule hat noch etwas altertümliche Lehrmethoden.

Die "Anno 1800 Sonderedition" bietet neben dem eigentlichen Spiel noch zwei besondere Extras. Zum einen liegt der orchestrierte Soundtrack auf zwei CDs bei. Zum anderen darf man sich auf drei hochwertige Lithographien vom beliebten Karakter Design Studio in der Größe 18,9 x 13,4 cm freuen.