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Under the Silver Lake

​Absurd ist das neue Orange - Ex-Spider-Man Andrew Garfield begibt sich auf eine mysteriöse Odyssee der Selbstfindung.

Geld ist doch nur relativ - ebenso verhält es sich mit der längst überfälligen Miete, doch wozu die Eile? Ohne Ambitionen bei der Jobsuche macht Sam (Andrew Garfield) seinem Image als Durchhänger und Lebemann alle Ehre. Zwischen unbeschwerter Gemütlichkeit auf dem Balkon und seinen umsorgten Comics liebt er es, seine Nachbarinnen durchs Fernglas zu beobachten. Als die attraktiv mysteriöse Sarah ihn eines Abends einlädt und trotz des Wissens, dass er sie Tag für Tag beobachtet, die Nacht mit ihm verbringt, könnte Sams Glück nicht perfekter sein.

Doch am nächsten Morgen ist sie spurlos verschwunden, ohne einen Hinweis zu hinterlassen. Sofort bricht der paranoide Verschwörungstheoretiker in ihm durch, kurzerhand begibt er sich auf eine wahnwitzige Reise quer durch Los Angeles und zurück...

Mit seinem ungemein nischigen Hollywood-Türöffner „It Follows" schuf Regisseur David Robert Mitchell einen Horrorfilm der künstlerischen Extraklasse und verewigte sich kurzerhand in der gefeierten Ruhmeshalle des Genres. Allzu weit entfernt er sich mit seinem zweiten großen Regiestück nun nicht davon, auch wenn das Genre hier ein gänzlich anderes ist. „Under the Silver Lake" ist bunt, schrill und verrückt, gibt nichts auf übliche Konventionen und spielt geschickt mit den Erwartungen des Zuschauers.

Wäre der prominente Cast nicht, würde man den Film wahrscheinlich sofort als Arthouse-Nebenprodukt abtun. Doch mit Andrew Garfield, Riley Keough und Co. liest sich die Darstellerliste schon ziemlich hochwertig. Ersterer ist es auch, der dem skurrilen Wahnsinn hier ein überragendes Gesicht verleiht und wieder mal sein enormes Schauspieltalent unter Beweis stellen kann.