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Klassentreffen 1.0 - Die unglaubliche Reise der Silberrücken

Dreimal Midlife-Crisis zum Mitnehmen - die neue Komödie von Til Schweiger schlägt auch ernstere Töne an.

​Die Karrierewünsche und optimistisch angepeilten Lebensziele aus jungen Jahren sind für Nils (Samuel Finzi) und Andreas (Milan Peschel) leider nicht sonderlich gut aufgegangen. Die beiden Mittvierziger haben inzwischen eher mit überdurchschnittlichen Alltagsproblemen zu kämpfen, als dass sie sich erfolgreich und glücklich zurücklehnen könnten. 

Während Nils kaum bis gar nicht mit seiner Tochter Sarah (Bianca Nawrath) und seinem Sohn Oliver (Alessandro Schuster) zurechtkommt und auch aus gesundheitlicher Sicht langsam aber sicher die Mühen des Älterwerdens am eigenen Leib erfahren muss, hat sich Andreas nach vielen Jahren der Beziehung gerade erst von seiner Jugendliebe Tanja (Jeanette Hain) getrennt - der deutlich jüngere Paartherapeut Karsten (David Schütter) hat ihr eben besser gefallen.

Ausgerechnet jetzt kommt die Einladung zum 30-jährigen Jubiläumsklassentreffen also extrem ungelegen, so wirklich Lust auf die wahrscheinlich erfolgreicheren und zufriedeneren Gesichter von damals haben beide nicht. Man gut, dass Kumpel Thomas (Til Schweiger) alles richtig gemacht hat.

Als erfolgreicher Szene-DJ und Frauenschwarm hat er sich erfolgreich gegen die Midlife-Crisis wehren können - denkt Thomas jedenfalls. Kurzerhand krallt er sich seine zwei lethargischen Schulfreunde und plant ein Wochenende der Extraklasse. Doch schon nach kurzer Zeit wird klar, dass auch Thomas sein Päckchen zu tragen hat - und so gehen die Pläne fürs Wiedersehen nach langer Zeit langsam aber stetig den Bach runter... 

​Nach „Honig im Kopf" und dem Versuch, die äußerst beliebte, emotionale Geschichte auch in Hollywood zu vermarkten („Head Full of Honey"), kehrt Til Schweiger mit seinem altbewährten Erfolgsrezept ins deutsche Heimkino zurück. Gemeinsam mit seinen beiden Schauspielkollegen und -freunden Samuel Finzi und Milan Peschel widmet er sich dem Älterwerden, verpassten Chancen und falschen Lebensentscheidungen.

Ebenfalls an seiner Seite ist zur Abwechslung mal seine Tochter Lilli zu sehen, die sich nach ihrer jüngeren Schwester Emma und ihrer älteren Schwester Luna endlich auch mal in einer größeren Filmrolle neben Papa zeigen darf. Schweiger setzt in typischer Manier auch hier erneut auf einen Mix aus Slapstick, Humor und emotionalem Drama, was er ein weiteres Mal gefühlvoll ausbalancieren kann.