Große Änderungen beim Friedhof der Kuscheltiere Remake

​Gestern wurde der erste richtige Trailer zu der Stephen King Verfilmung "Friedhof der Kuscheltiere" veröffentlicht und zeigte bereits, dass es wohl einige große Veränderungen geben wird. Eine stieß bei den Fans besonders auf Überraschung. 

Denn in einem Punkt weicht der neue Film sehr stark von der Roman-Vorlage und dem Film von 1989 ab: Dieses Mal ist es nicht der kleine Sohn Gage, der stirbt und zurückkommt, sondern seine große Schwester Ellie. 

Produzent Lorenzo di Bonaventura erklärt, warum sie diesen Schritt gemacht haben:

Wir waren sehr nervös. Ich fühle so bei jedem Remake oder Update. Wenn wir euch geben würdet, was ihr davor schon hattet, würden wir dem Original-Stoff nicht gerecht werden. [...] Ich möchte jedes Mal eine andere Erfahrung schaffen und ich glaube Filmemacher denken wirklich über diese Entscheidung nach. Dies war eine, bei der wir dachten: "Okay, lasst uns diese Entscheidung treffen".

Lorenzo di Bonaventura gegenüber Entertainment Weekly

Die Regisseure Kevin Kölsch und Dennis Widmyer hoffen, dass Fans sich ihre Begründung für diese drastische Veränderung anhören. Zum einen sei es schwieriger Dinge, die man sich beim Lesen eines Romans vorstellen kann, auf der Leinwand glaubhaft zu präsentieren. 

Somit sei es einfacher zu glauben, dass ein 8-jähriges Kind als blutrünstiges Monster zurückkommt, als ein 3-jähriger Junge. In der ersten Verfilmung des Buches benutzten sie für viele Szenen eine Puppe, was bei vielen Zuschauern unfreiwillig komisch wirkte.

In dem Roman ist es aber nicht nur die Gewalt, die das Kind so unheimlich macht. Der Junge treibt psychologische Spielchen mit seinen Opfern, nutzt ihre Ängste gegen sie - und es sei unmöglich dies mit einem so jungen Kind darzustellen, so Kölsch. 

Wenn die Zuschauer das Buch nicht gelesen haben, werden sie denken, dass wir einige Dinge [vom dem 1989 Film] geändert haben. [...] Aber wenn man das Buch liest, dann bemerkt man, dass diese Dinge direkt aus dem Buch stammen und es einfach nicht in den ersten Film geschafft haben - wahrscheinlich weil sie sie einen dreijährigen nicht machen lassen konnten.

Kevin Kölsch gegenüber EW

Außerdem sei es schwierig, einen so jungen Schauspieler solche Szenen drehen zu lassen. Ein Kleinkind kann die Realität und Fantasy häufig nicht unterschieden. Die Schauspielerin von Ellie war hingegen schon 11 Jahre alt und sich der Fiktion bewusst.

Die Regisseure hatten außerdem das Gefühl, dass es eine Interessante Wendung sein könnte, wenn Ellie genau weiß, was ihr passiert ist. Sie ist alt genug, um zu realisieren, dass sie eigentlich tot ist. Sie wüsste außerdem, wie sie einen Menschen physisch und psychisch zerstören kann. 

Die Meinungen zu dieser Änderung werden sicherlich stark auseinander gehen, doch die Atmosphäre in dem ersten Trailer zeigt eindeutig, was für ein düsterer Film uns erwartet. Hier könnt ihr euch selbst einen Eindruck dazu machen.

Fotos, Copyright: Paramount